Hypnosepraxis Cornelia Gantenbein in St. Gallen

Überforderung und Reizüberflutung

Manchmal ist gar nicht das eine grosse Problem da. Es ist die Summe des Lebens.

Der Tag war voll. Man hat den ganzen Tag aufmerksam bleiben und immer wieder auf Neues reagieren müssen. Dann kommt noch eine Nachricht auf dem Handy oder jemand stellt eine ganz normale Frage und plötzlich ist genau das zu viel.

Wenn so ein Tag gelegentlich vorkommt, lässt er sich meist wieder auffangen. Schwieriger wird es, wenn diese Dichte zum Alltag gehört und schon morgens wenig Reserve da ist. Bei ADHS und Neurodivergenz kann dieser hohe Verarbeitungsaufwand besonders relevant sein. Dann trifft der nächste Reiz nicht auf einen ruhigen Ausgangspunkt, sondern auf etwas, das längst angespannt ist.

Die Reaktion wirkt deshalb manchmal grösser als der Anlass. Der entscheidende Teil liegt aber häufig davor.

Das Muster beginnt früher als der Moment, in dem es kippt

Überforderung wird oft erst deutlich, wenn eine Grenze bereits erreicht ist. Jemand wird gereizt, zieht sich zurück, kann kaum noch denken oder beginnt an sich selbst zu zweifeln.

Der aufschlussreiche Teil liegt dort, wo aus dem normalen Mitgehen langsam Anstrengung wird. Wenn Konzentration immer mehr Kraft kostet oder ein Gespräch plötzlich mehr fordert, als gerade vorhanden ist, hat die Überforderung meist schon begonnen, bevor sie sichtbar kippt.

Wer diesen Verlauf kennt, erkennt eher, an welcher Stelle die Belastung zunimmt, bevor nichts mehr geht.

Was die Reserve schon vorher aufbraucht

Die Stärke einer Reaktion hängt oft weniger am letzten Auslöser als daran, wie viel Kraft vorher schon verbraucht wurde. Wenn der Tag bereits viel verlangt hat oder Grenzen wiederholt überschritten wurden, kann ein kleiner zusätzlicher Reiz den Ausschlag geben.

Relevant ist deshalb, wodurch der Spielraum vorher immer kleiner wird.

In Hypnose kann genau der Übergang zwischen «es geht noch» und «jetzt ist es zu viel» näher am Erleben betrachtet werden. Dabei wird greifbarer, worauf die Reaktion anspringt und was in diesem Moment kaum noch bewusst steuerbar ist. An dieser Stelle lässt sich ausprobieren, was den gewohnten Ablauf unterbrechen oder verändern könnte.

Früher zu erkennen, dass die eigene Belastung steigt, verschiebt den Blick vom sichtbaren Ausbruch zu den Punkten, an denen noch Handlungsspielraum vorhanden ist.

Begleitung bei Überforderung und Reizüberflutung in St. Gallen

Wenn Überforderung und Reizüberflutung deinen Alltag immer wieder bestimmen, können wir in meiner Praxis in St. Gallen genau diesen Verlauf anschauen: was deine Reserve im Alltag aufbraucht und woran du merkst, dass die Grenze näher kommt.

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