Hypnosepraxis Cornelia Gantenbein in St. Gallen

Hypnose

Hypnose ist ein Zustand vertiefter innerer Aufmerksamkeit. Der Blick richtet sich nach innen, das Aussen verliert an Bedeutung. Gedanken verlangsamen sich, innere Bilder werden klarer, Körperempfindungen treten deutlicher hervor.

In diesem Zustand entsteht Zugang zu unbewussten Mustern, gespeicherten Erfahrungen und emotionalen Spuren. Ich arbeite mit Hypnose, um diesen Zugang nutzbar zu machen. Der Kontakt zum eigenen Erleben wird intensiver, das innere Geschehen wird sichtbarer.

In der hypnotischen Arbeit zeigt sich oft, wo eine heutige Reaktion ihren Ursprung hat. Das Erleben führt zurück zu Momenten, in denen etwas begonnen hat, sich im Nervensystem zu verankern. Diese frühen Prägungen werden nicht analysiert, sondern gespürt. Durch das Wiedererleben mit neuer innerer Haltung kann sich das Festgehaltene lösen.

Hypnose ermöglicht einen Zustand, in dem Veränderung von innen kommt. Nicht über den Kopf, sondern aus der Erfahrung.

Häufige Fragen zur Hypnose

Was ist Hypnose?

Hypnose ist ein Zustand, in dem deine Aufmerksamkeit nach innen geht. Du kennst ihn aus dem Alltag: wenn du in ein Buch versinkst oder beim Autofahren auf Autopilot fährst. Es ist ein bisschen wie Fernsehschauen im Kopf. Du lehnst dich zurück und schaust, was sich zeigt und wie es sich anfühlt.

Verliere ich in der Hypnose die Kontrolle?

Nein. Du hörst alles, erinnerst dich nachher an die Sitzung und entscheidest selbst, was du erzählst, genau wie in jedem anderen Gespräch. Mit Showhypnose hat das nichts zu tun.

Kannst du jeden hypnotisieren?

Nein, und das ist auch gut so. Ich habe keine magische Superkraft, mit der ich hypnotisieren kann. Aber ich habe sehr wirksame Wege gelernt, wie jemand in die Hypnose gehen kann, wenn er das möchte. So betrachtet ist auch die therapeutische Hypnose bei mir in der Praxis eine Art Selbsthypnose.

Woran merke ich, ob ich in Hypnose bin?

Oft gar nicht so deutlich, und das ist normal. Hypnose ist kein Zustand, in den man hineingeht, gleichmässig darin bleibt und wieder auftaucht. Sie passiert einfach, wie beim Lesen, wenn du plötzlich mitten in der Geschichte bist. Taucht während der Sitzung die Frage auf, ob es überhaupt funktioniert: Verschieb sie auf später. Du bekommst ja alles mit, und rückblickend lässt sie sich viel besser beantworten.

Woran erkenne ich, was aus dem Unterbewusstsein kommt?

Es ist immer das Erste, was auftaucht: ein Gefühl, ein Wort, ein Bild oder ein Gedanke. Die kritische Frage «Stimmt das jetzt wirklich?» kommt immer erst danach. Genau das zeigt dir, dass das Erste schon da war, bevor dein Kopf es prüfen konnte.

Bin ich überhaupt hypnotisierbar?

Ja, die meisten Menschen können sich auf Hypnose einlassen, wenn sie das möchten. Auch ein sehr aktiver Kopf ist kein Hindernis. In den ersten Sitzungen kommt es gar nicht darauf an, wie tief du gehst. Ich gebe dem Vertrauen gerne die Zeit, die es braucht.

Ich habe schon einmal Hypnose ausprobiert, und es hat nicht geklappt. Lohnt sich ein zweiter Versuch?

Ja. Meistens liegt es nicht an der Hypnose, sondern an falschen Erwartungen oder daran, dass es sich bei diesem Therapeuten nicht richtig angefühlt hat. Viele erwarten etwas Magisches. Hypnose ist nicht magisch, aber ihre Wirkung kann sich so anfühlen. Gerne kläre ich alle Fragen und Unsicherheiten vorab, die Hypnose findet erst statt, wenn es für dich stimmt.

Warum Hypnose, wenn ich mein Problem doch schon verstehe?

Weil Verstehen allein nicht immer reicht. Viele kommen zu mir, nachdem sie schon viel versucht haben: Therapie, Bücher, lange Gespräche. Sie können ihre Muster genau erklären und wissen, woher vieles kommt, und trotzdem fühlt sich im Alltag wenig anders an.

Das liegt daran, dass Einsicht im Kopf passiert, das Erleben aber woanders sitzt. Ein Muster ist wie ein Trampelpfad: Du weisst längst, dass es einen besseren Weg gäbe, und landest unter Druck trotzdem wieder auf dem alten. Vieles lässt sich mit dem Kopf lösen, aber nicht alles. Sobald es emotional wird, kommt die Hypnose ins Spiel. Sie arbeitet dort, wo das Gefühl entsteht, und hilft, dass der neue Weg nicht nur im Kopf existiert, sondern sich auch so anfühlt.

Kann Hypnose eine laufende Therapie ergänzen?

Ja. Einige kommen zusätzlich zu einer Therapie zu mir. Sie haben dort schon viel verstanden, und die Hypnose setzt an, wo Gespräche allein nicht weiterkommen.

Was kann ich selbst dazu beitragen?

Neugierig bleiben und dir Zeit lassen. Achte zwischen den Sitzungen darauf, was sich im Alltag verändert, auch Kleinigkeiten. Wenn du möchtest, kannst du Elemente aus der Sitzung zu Hause üben, zum Beispiel eine kurze Selbsthypnose, Autogenes Training oder Atemtechniken.

Fragen zu Ablauf, Kosten, Zusatzversicherung und Anreise beantworte ich auf der Seite Hypnose in St. Gallen.

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