Hypnosepraxis Cornelia Gantenbein in St. Gallen

Breathwork in St. Gallen

Rund 20'000 Mal am Tag atmest du, fast immer, ohne es zu bemerken. Im Breathwork wird der Atem bewusst. Du atmest eine Zeit lang in einem bestimmten Muster, langsamer, schneller oder tiefer als gewohnt, und nimmst wahr, was sich im Körper verändert. Das funktioniert, weil der Atem beides kann: Er läuft von selbst und lässt sich trotzdem steuern. Über ihn erreichst du Zustände, an die du mit Nachdenken kaum herankommst.

Darin liegt auch der Unterschied zur Atemübung im Autogenen Training. Dort beobachtest du den Atem nur. Im Breathwork veränderst du ihn gezielt.

Ruhige und intensive Atemarbeit

Ruhige Atemarbeit verlangsamt den Atem, und das Ausatmen wird länger als das Einatmen. Das aktiviert den Teil des Nervensystems, der für Erholung zuständig ist. Der Puls sinkt, die Muskulatur entspannt sich. Dieser Zusammenhang ist gut untersucht.

Intensiv wird es, wenn du über mehrere Minuten schneller und tiefer atmest. Dabei sinkt der Kohlendioxidgehalt im Blut. Typische Folgen sind Kribbeln in Händen und Gesicht, leichter Schwindel oder ein Ziehen in den Fingern. Gefühle und Körperreaktionen, die sonst gedämpft sind, treten in diesem Zustand oft deutlicher hervor.

Wie das erlebt wird, ist verschieden. Nach einigen Minuten kribbeln die Hände, der Körper wird warm oder fühlt sich elektrisch an. Bei manchen steigen Tränen auf, bei anderen Wut oder eine bleierne Müdigkeit. Wird der Atem wieder ruhig, folgt oft eine Stille, die sich deutlich von gewöhnlicher Entspannung unterscheidet.

Atemarbeit bei Panikattacken

Während einer Panikattacke atmen viele Menschen unbemerkt zu schnell. Kribbeln, Schwindel und das Gefühl, keine Luft zu bekommen, werden dann selbst zum Alarmsignal und verstärken die Angst.

In der intensiven Atemarbeit entstehen ähnliche Empfindungen, diesmal in einem Rahmen, den du steuerst. Du erlebst, dass sie kommen und wieder abklingen, und lernst, sie mit dem eigenen Atem zu beruhigen. Die Verhaltenstherapie kennt dieses Prinzip als interozeptive Exposition: Wer die Körpersignale der Angst bewusst erlebt, verliert mit der Zeit die Angst vor ihnen. Mehr dazu auf der Seite Angst und Panikattacken.

Erst Bewegung, dann Ruhe

Wer sehr stark angespannt ist, kommt mit ruhigem Atmen oft nicht weit. Der Körper ist auf Aktivität eingestellt, und stilles Liegen fühlt sich eher wie zusätzlicher Druck an. In solchen Fällen beginnen wir intensiv. Die Atmung nimmt die vorhandene Spannung auf, danach findet der Körper deutlich leichter in die Ruhe. Aus diesem Zustand geht die Sitzung oft weiter, etwa mit Hypnose oder Körperarbeit.

Das betrifft häufig Menschen, die dauerhaft unter Strom stehen, zum Beispiel bei Überforderung und Reizüberflutung.

Wie Breathwork in die Sitzung passt

Meist ist die Atemarbeit ein Teil der Sitzung. Eine ganze Sitzung Breathwork ist möglich, kommt aber selten vor. Ob wir ruhig oder intensiv arbeiten, entscheiden wir danach, wie du an diesem Tag ankommst. Einfache Atemübungen, die du in der Sitzung kennenlernst, nimmst du für den Alltag mit.

Preise und Ablauf findest du unter Kosten und Zusatzversicherung.

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